Margret Eicher

Margret Eicher arbeitet an der Schnittstelle von kunsthistorischer Bildtradition und digital geprägter Gegenwart. Ihre monumentalen Medientapisserien übersetzen digitale Bildmontagen in ein textiles Medium, das einst zu den bedeutendsten Repräsentationsformen Europas zählte. In ihren Arbeiten treffen mythologische Motive, kunstgeschichtliche Bezüge und massenhaft zirkulierende Bilder aus Medien und Internet aufeinander. Eicher eignet sich diese Bildwelten an, verschiebt ihre Kontexte und entzieht sie ihrer flüchtigen Trivialität. So gewinnen Porträts, Katastrophenbilder und Figurenszenen in der Form der Tapisserie eine neue, verdichtete Präsenz. Es ist gerade diese Verbindung von historischer Bildmacht und gegenwärtiger Medienwirklichkeit, durch die ihre Arbeiten ihre besondere Schärfe entfalten. Denn bei Margret Eicher wird das Bild nicht nur zum Träger von Erzählung, sondern auch zum Ort, an dem sich die politischen, kulturellen und visuellen Spannungen unserer Zeit ablesen lassen.

 
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Rebekka Brunke

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Markus Huemer