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Lucia Mattes beschäftigt sich mit der Wirkung von Bildern und Bildlogiken in der Gegenwart. Ihre Arbeiten setzen dort an, wo Bilder nicht einfach verschwinden, sondern nachwirken und Wahrnehmung, Verhalten und Selbstbilder prägen.
Im Gegensatz zu schnellen, digitalen Bildprozessen arbeitet Mattes bewusst langsam und handwerklich. Sie übersetzt digitale Sehweisen und visuelle Strukturen in eine körperlich erfahrbare, handgemachte Oberfläche. Das Digitale wird dabei nicht dargestellt, sondern in Material, Präsenz und Nähe überführt.
Die Ausstellung AFTER THE IMAGE im Kabinett konzentriert sich auf diese Nachwirkungen von Bildern. Es geht um Projektionen, um emotionale Bindungen und um die Frage, wie sehr visuelle Systeme Teil unseres Alltags und unserer Selbstwahrnehmung geworden sind. Die Arbeiten von Lucia Mattes laden dazu ein, diese Prozesse nicht nur zu erkennen, sondern physisch zu erfahren.